Prüfungsfragen Luftraum: Klassen, Zonen und Höhen

Wo darfst du fliegen, wo brauchst du eine Freigabe und wo ist der Flug verboten? Diese Fragen kommen in jeder Prüfung vor.

  • Maximale Flughöhe 120 m über Grund
  • Kontrollzonen rund um Flughäfen nur mit Freigabe
  • Geografische UAS-Gebiete in der Karte prüfen
  • Abstand zu Naturschutzgebieten und Bundesfernstraßen
  • Vorrang für bemannte Luftfahrzeuge

Der Luftraum ist in Deutschland in Klassen eingeteilt; für Drohnen in der offenen Kategorie ist vor allem der unkontrollierte Luftraum G unterhalb von 120 m relevant. Zusätzlich gibt es geografische UAS-Gebiete, in denen der Betrieb eingeschränkt, genehmigungspflichtig oder verboten ist. Diese Gebiete veröffentlicht die Deutsche Flugsicherung in der Karte „Drohnenflug“ und in der DIPUL-Plattform des Bundesverkehrsministeriums.

Die 120-Meter-Regel und ihre Ausnahmen

In der offenen Kategorie gilt eine maximale Höhe von 120 m über der Erdoberfläche. Beim Überfliegen eines Hindernisses, das höher als 105 m ist, darf bis 15 m über dessen Höhe geflogen werden, wenn der Eigentümer zustimmt. Bei Hanglagen wird die Höhe zum jeweils darunterliegenden Gelände gemessen, nicht zum Startpunkt – eine beliebte Prüfungsfrage.

Kontrollzonen und Flughäfen

Rund um Flugplätze bestehen Kontrollzonen, in denen ein Drohnenflug nur mit Freigabe der Flugsicherung oder des Flugplatzbetreibers zulässig ist. Für Flugplätze ohne Kontrollzone gilt ein seitlicher Mindestabstand von 1,5 km. Grundsätzlich haben bemannte Luftfahrzeuge immer Vorrang: Nähert sich ein Hubschrauber oder Flugzeug, musst du sofort ausweichen und landen.

Geografische UAS-Gebiete

Verboten oder eingeschränkt ist der Betrieb unter anderem über Naturschutzgebieten und Nationalparks, über Krankenhäusern, Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Justizvollzugsanstalten, militärischen Anlagen, Industrieanlagen sowie über Bundesfernstraßen und Bahnanlagen. Über Wohngrundstücken gilt ohne Zustimmung eine Grenze von 250 g bzw. bei optischen Sensoren ein grundsätzliches Überflugverbot.

Vor jedem Flug: Karte prüfen

Die Prüfung erwartet, dass du vor jedem Flug die aktuelle Luftraumlage kontrollierst – über die DFS-App oder DIPUL. Zusätzlich sind NOTAM und temporäre Beschränkungsgebiete zu beachten, etwa bei Großveranstaltungen oder Staatsbesuchen. Verantwortlich für die Prüfung ist immer der Fernpilot.

Häufige Fragen

Wie hoch darf ich mit der Drohne fliegen?

In der offenen Kategorie maximal 120 m über Grund, gemessen zur nächstgelegenen Erdoberfläche.

Darf ich in einer Kontrollzone fliegen?

Nur mit vorheriger Freigabe der zuständigen Flugsicherung oder des Flugplatzbetreibers.

Wo finde ich die aktuellen Flugverbotszonen?

In der Karte der Deutschen Flugsicherung sowie auf der DIPUL-Plattform; beide zeigen die geografischen UAS-Gebiete tagesaktuell.

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