Prüfungsfragen Technik und Betrieb der Drohne

Klassen, Akkus, Sensoren und Notfallfunktionen – die technischen Fragen des Kompetenznachweises.

  • Klassen C0 bis C4 und ihre Gewichtsgrenzen
  • Startmasse (MTOM) statt Leergewicht
  • GNSS, Kompass und Kalibrierung
  • Return-to-Home und Failsafe-Verhalten
  • Vorflugkontrolle nach Checkliste

Der technische Teil prüft, ob du deine Drohne einordnen und sicher betreiben kannst. Zentral ist die Klassifizierung C0 bis C4 aus der Verordnung 2019/945: Sie entscheidet zusammen mit deinem Kompetenznachweis darüber, in welcher Unterkategorie du fliegen darfst. Fast alle Gewichtsangaben beziehen sich auf die maximale Startmasse inklusive Akku und Nutzlast.

Die Drohnenklassen im Überblick

C0 bis 250 g, C1 bis 900 g, C2 bis 4 kg, C3 und C4 bis 25 kg. C0 und C1 dürfen in A1 nahe an Menschen geflogen werden, C2 in A2 mit 30 m Abstand, C3 und C4 nur in A3 mit 150 m Abstand zu bebauten Gebieten. Ältere Drohnen ohne Klassenkennzeichnung fallen unter Bestandsschutzregeln und werden nach ihrer Startmasse eingeordnet.

Akkus richtig behandeln

LiPo-Akkus dürfen nicht tiefentladen, überladen oder beschädigt gelagert werden. Aufgeblähte Zellen sind sofort auszusondern. Für die Lagerung ist ein Ladezustand von etwa 50 bis 60 Prozent optimal. Geladen wird nur unter Aufsicht und auf nicht brennbarem Untergrund. In der Prüfung wird häufig nach Anzeichen für einen defekten Akku gefragt.

GNSS, Kompass und Sensorik

Die Positionshaltung stützt sich auf GNSS-Signale; in engen Häuserschluchten, unter Bäumen oder in der Nähe von Metallkonstruktionen wird das Signal ungenau. Der Kompass reagiert empfindlich auf magnetische Störungen, etwa durch Armierungseisen oder Hochspannungsleitungen. Deshalb ist eine Kalibrierung an einem freien Ort ohne Metall in der Nähe erforderlich.

Failsafe und Vorflugkontrolle

Bei Verbindungsverlust führt die Drohne die eingestellte Failsafe-Aktion aus, meist Return-to-Home. Die Rückkehrhöhe muss über allen Hindernissen der Umgebung liegen, sonst kollidiert die Drohne auf dem Rückweg. Zur Vorflugkontrolle gehören Propellerzustand, fester Sitz des Akkus, Firmware, freie Sensoren, Kalibrierung, Home-Punkt und die Prüfung von Wetter und Luftraum.

Häufige Fragen

Was bedeutet MTOM?

Die maximale Startmasse – das Gewicht der flugbereiten Drohne inklusive Akku und Nutzlast. Alle Gewichtsgrenzen beziehen sich darauf.

Was passiert bei Verbindungsverlust?

Die Drohne führt die eingestellte Failsafe-Aktion aus, in der Regel Return-to-Home in der vorher festgelegten Rückkehrhöhe.

Welche Klasse brauche ich für A2?

Eine Drohne der Klasse C2 zusammen mit dem EU-Fernpiloten-Zeugnis A2; damit sind 30 m Abstand zu unbeteiligten Personen zulässig.

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